Bevor die Flut kommt…

So was machen nur die „Brothers on tour“

Wieder stehen wir früh auf, das wird zur Gewohnheit. 06:00 Uhr ist Wecken, der Hotelbesitzer, der auch Taxi fährt, läd uns ein und bringt uns in finsterer Nacht zur Praia de catedrais.

Sind wir noch zu retten? Na klar, wir haben wieder einen Plan. 7:30 Uhr ist Ebbe und wir laufen am Strand durch die trockengefallenen Felsen, der aufgehenden Sonne ein Stück entgegen. Ein Traum und super Fotomotive.

Mystisch…

Ich glaub, die Bilder sagen alles. Einziger Wermutstropfen, es war nur 1,4 m Ebbe, wir konnten nicht alle Formationen ablaufen.

Trotzdem, dafür lohnt das frühe Aufstehen.

Unser heutiges Ziel, die kleine Küstenstadt Foz, etwa 17 km entfernt, als erste Etappe genau richtig. Die aufgehende Sonne im Rücken, ging es entlang der Klippen (natürlich oberhalb, die Flut kommt). Da wir noch kein Frühstück hatten, war die erste Bar auf dem Weg unser erster Stop.

Oje, die Bar ist verriegelt und verrammelt!

Drama! Es droht schon wieder eine akute „Entkoffeinierung“.

In etwa 2 km die nächste Bar, und die war auf. Um 09:00 Uhr frühstücken, ist doch eine gute Zeit. Ohne Dampf keine Leistung!

Tostarda mit Tomate und Olivenöl, dazu ein Café americano (oder zwei🤔), genau richtig und nicht zu viel.

Wir wollen laufen, nicht rollen. Die ältere Dame in der Bar hat uns gut versorgt. Ich liebe die einfachen Bars und Cafés auf den Wegen, authentisch!

Gut gestärkt und für jeden Spaß zu haben, ging’s weiter, bis……

Hardy dies entdeckte!

Ein Plastik-Stuhl, einbetoniert auf einem Felsen..

Da gab es kein Halten mehr, fix mal die Klippen runter zum Strand.😂

Es kann nur ein großer Schabernack werden.

Bester Platz in der ersten Reihe…

Das konnte Hardy gar nicht mit ansehen!

Was hat er denn vor, mich etwas vom Thron stoßen?

Natürlich durfte er als Erster auf dem Stuhl sitzen.

Wir hatten unseren Spaß, und werden garantiert noch weiter viel Spaß haben !

Es wird langsam warm, die Jacke kommt in den Rucksack,

Hardy übertreibt mal wieder und läuft schon kurzärmelig mit Weste!

Das Ziel vor Augen und gegen 12:00 die nächste Pause im Sinn.

So nah und doch so fern…

Gefühlt sind es nur 1000 Meter,

nein, es sind noch sage und schreibe 11 km. Warum das denn?

Foz liegt an einer kleinen fjordähnlichen Meeresbucht, und da müssen wir rum! Es gibt hier keine Fähre.

Und unsere Mittagspause fällt aus, die nächste Bar ist zu. Wahrscheinlich machen die alle erst zur Saison auf, hier ist alles mit Ferienhäusern bebaut, da lohnt es noch nicht!

O.k., also weiter, Tante Google sagt uns schon, wo es Mittagessen gibt.

Dafür geht’s jetzt durch Eukalyptus und Pinienwald, etwas Abwechslung zur Küste.

Und was hat er nun wieder vor? Ich weiß es nicht, der Hunger macht mein Brüderchen irre!

Dem kann vorgebeugt werden, ein Restaurant kommt in Sicht, endlich Mittag.

Eine leckere Tortilla und natürlich ein Cafe.

Überlegt hab ich ja, aber für eine Clara war’s noch zu früh!

So schaffen wir die letzten Kilometer und kommen gegen 15:00 Uhr an. Und Hardy merkt inzwischen seine Waden und Schienbeine.

Oha,Wir haben bis hier 24 km Weg auf der Uhr.

Hatte ich nicht was von 17 km gesagt? Na, ja,da hab ich mich wohl verlesen.

Nachdem wir unsere Ferienwohnung bezogen haben, wurde kurz Pause gemacht. Eine kleine Runde durch den Ort ging aber noch, quasi runterkommen, oder auch die Füße „auslaufen“.

Einmal zum Hafen und zum Strand…..

Na, der wird doch wohl nicht? 😱😱

Ne, ist zu kalt!

Dann doch lieber zum Supermarket, und fürs Abendbrot einkaufen.

Da wir heute eine Küche haben,gibt es Baguette, Chorizos, Oliven und Käse.

Und der Kleine (Hardy) hat sich zur Belohnung eine Tüte Gummibärchen gegönnt!

Wir können nicht jeden Abend im Restaurant schlemmen, wir müssen erstmal Kilometer machen!

Wie ihr seht, wir waren fleißig, insgesamt also 28 km.

Darum ist morgen Ausschlafen angesagt! 😎

Buen Camino

Tagesstrecke

24 km

Insgesamt

24 km