2300 km…

2300 km sind zu lang zum Laufen. Zumindest um schnell nach Porto zu kommen.

2300 km sind mindestens 100 Tage a 23 km. Soviel Zeit hab ich aber nicht.

Also sind Alternativen gefragt.

Am Sonntag ging’s über Berlin nach Hamburg mit der Deutschen Bahn. Es hat diesmal ganz gut geklappt, aber naja…..eigentlich wie immer.

Zumindest hier stimmt meine CO2 Bilanz.

Heute Morgen war ich mehr als rechtzeitig am Airport Hamburg. Und das war auch gut so.

Irgendwie sollte Lufthansa streiken, die Abfertigung gerammelt voll.

Und nun wurde es spannend.

Mein Gepäck ging nicht durch die Kontrolle, ich hatte mein Akkupack im Rucksack gelassen. Also wieder ausgepacken, ich hatte den Rucksack doch so schön mit Frischhaltefolie eingepackt.

Egal, bei der Personenkontrolle ging’s weiter. Ich hab da mal den „Helmut“ gemacht (Insider). Der Bodyscan zeigte immer Rot! Ich hab doch echt alles abgelegt. Der Sicherheitsman klarte mir an den Wanderschuhen rum.

Ende vom Lied:

Schuhe aus!

Ich war nicht der Einzige, mehrere hatten ein Problem mit dem Bodyscan, mussten sich „ entkleiden“.

Fliegt ja doch!

Danach wurde es aber entspannt. In Brüssel umsteigen, alles hat geklappt. Und der Rucksack 🎒 immer im Blick, er ist gechipt!😎

Bier bis zum Abwinken…

Die Belgier spinnen, Bier bis zum Abwinken. Na, wer Flugangst hat, konnte sich in Brüssel auf jeden Fall ruhig stellen.

Endlich ☀️

Unterwegs etwas Sonne,

nur dann in Porto,

17 Grad und Regen !

Den Regen habe ich nicht bestellt!

Ich wollte doch heute Abend bei der untergehenden Sonne am Hafen ein kühles Bier genießen.

Nix da, eine „Clara con limon“ ist es geworden, bei strömenden Regen! 😩🫣

Ponte Luiz

Aber es gibt Hoffnung, ab morgen Mittag soll es sonnig mit 21 Grad werden. Ich werd mich mal nicht beschweren. Perspektivisch soll es die nächsten Tage sonnig mit 21-24 Grad werden.

Da ich ja noch Touri bin, hab ich mich für 2 Tage in einer Pension eingemietet, direkt an der Altstadt. Echt cool!

Morgen ist erst mal Sightseeing angesagt.

Ponte Luiz, Seilbahn, Markthalle, etc…..

Auch muss ich in die Kathedrale von Porto, als Vorbereitung auf den Weg und zum Anzünden mehrerer Kerzen. Außerdem ins neue Pilgerbüro, um mir den Start-Stempel für den Pilgerausweis zu holen.

Und vielleicht suche ich noch 1-2-3 Caches.😎

Der Plan für morgen steht.

Bis dahin

Bom Caminho

Camino 6.0

Vorbereitung ist alles!

Am 13.04.2026 ist es endlich wieder so weit.

Es geht nach Porto, der Caminho português ruft.

Und ja, es ist der Sechste!

2014 Camino del Norte

2015 Caminho português central

2019 Via de la Plata, Camino Sanabres

2022 Caminho português central

2024 Ruta do Mar-Camino ingles

diesmal wieder Caminho português , aber do costa, also an der Küste entlang.

Ist das schon Sucht ?

Wenn’s nach Sandra geht , muss ich wohl mal einen Entzug machen! 🤣 🫣

Will ich das? 🤔😩

Aber ich bin ihr dankbar, das sie mich immer wieder loslaufen lässt!

Ich bin geübt im Vorbereiten solcher Touren, hab zwar eine eigene Packliste, weiß aber inzwischen genau, was ich brauche und was nicht.

Es gibt so viel Unnützes auf dem Weg. Über die Jahre hab ich für mich mein Limit gefunden. Ich brauche eben nur zwei T-Shirts, zwei Hosen, eine Jacke, ein paar Schuhe, usw. Minimalismus ist angesagt…..

Und außerdem ist Portugal keine Wüste, kein Urwald oder fernab jeglicher Zivilisation. Man bekommt alles, wenn man es braucht.

Und so komme ich dann auch auf 5,2 kg Gepäck beim ersten Wiegen. Na klar, mein Ziel ist es, unter 6 kg zu bleiben.

Und das hier passt alles in meinen 28 Liter Rucksack.

Minimalismus pur

Er ist nur zu 3/4 voll.

Einen Luxus leiste ich mir aber, mein iPad! Blog schreiben auf dem Handy ist nix für mich.

Ich kann sogar noch ein kleines Kopfkissen mitnehmen.

Zu allem kommt ja immer noch vor Ort der tägliche Proviant und Wasser dazu. Aber das passt!

Wenn Ich bedenke, 2014 bin ich mit 10 kg losgelaufen, sind jetzt 6 kg nichts dagegen.

Aber ich hab selbst schon mal diese 6 kg Gepäck verflucht.

Jeder Tag ist halt anders.

Die Streckenplanung ist abgeschlossen, 20 – 25 km am Tag, zweimal 30 km. Schauen wir mal. Das Fein-Tuning passiert eh täglich nach aktueller Lage und Wetter. Und da ich 4 Wochen Zeit habe, muss ich ja nicht hetzen.

Das Wetter ist noch so ein Punkt, zumindest an den ersten Tagen soll es trocken und mit etwa 20 Grad ganz angenehm sein. Aber Wetter ist wie es ist , nicht wirklich vorhersehbar. Ich nehm es, wie es kommt.

Und Schnee, wie 2019 auf der Via de la Plata ist nicht zu erwarten.

Der Start wird am 15.04.2026 in Matosinhos bei Porto sein.

Dann geht’s über Vila do Conde, Viana do Castelo, Caminha, nach Spanien über die Variante Vigo nach Redondela und Pontevedra, von dort auf den Camino Espiritual nach Padron und dann nach Santiago.

Dafür habe ich 13 Tage geplant. Vielleicht gibts einen Ruhetag, wenn’s passt.

Santiago de Compostela ist für viele Pilger das Ziel.

Mich werden meine ( hoffentlich dann nicht geschundenen) Füße noch bis zum Kap Finistere und nach Muxia bringen müssen!

Streckenplan

Ich will wieder ans Meer, meine Füße nochmal im Atlantik baden, am Ende der „alten Welt“. Das ist für mich der richtige Ort zum Abschluss nach ca. 420 km.

Ich glaub, es ist alles bereit.

Heute zum Ostersonntag gab es für mich noch den Reisesegen im Ostergottesdienst.

Auf den wollte ich auch nicht verzichten, ist mir persönlich sehr wichtig.

Reisesegen

Ich hab jetzt alles zusammen.

Am 12.04. geht’s mit der Deutschen Bahn nach Hamburg.

und am nächsten Tag mit dem Flieger( die CO2 Bilanz ist im Ar..) über Brüssel nach Porto.

Ich bin gespannt und auch schon ein wenig aufgeregt (aber nur ganz wenig 🤣)

Bis dahin ….