O Porto…

Sightseeing kann so anstrengend sein.

Ausschlafen und Pilgern, wie geht das denn?

Geht! beim Ruhetag.

Ach ne, ist ja heute der „Vorbereitungstag“! Und um 08:00 Uhr aufstehen, ist ja noch früh! 🤣

Frühstück suche ich mir immer auf dem Weg.

Heute morgen war’s die kleine Panaderia um die Ecke in einer Seitenstraße. Ich liebe es, die kleinen Cafés zu suchen, sind nicht überlaufen, mit super gutem Kaffee und vor allem erschwinglich.

Macht satt!
Süßes Baguette mit Schinken , lecker.

Es nieselt, also Kapuze auf und los. Die Altstadt ruft. Trotz des Regen ist es hier schon voll mit Touristen.

In der Kirche de Santo Ildefonso habe ich erstmals drei Kerzen angezündet, gibt es doch immer Menschen, die man vermisst und an die man denkt.

Und so habe ich um 10:00 Uhr (in Deutschland 11:00 Uhr) pünktlich, auch eine Kerze für unsere kürzlich verstorbene ehemalige Nachbarin angezündet, deren Bestattung heute war.

Prächtig…

Der Weg führt weiter ins offizielle Pilgerbüro.

Das Stempel sammeln geht los, pro Tag mindestens einer. Also mindestens 13 nach meinem Plan, aber lieber eins zwei mehr pro Tag.

Entlang des Weges gibt es in fast jeder Bar/ Café einen Stempel und na klar, in den offenen Kirchen auch! (Wenn sie denn offen sind!)

Manchmal sind da echt schöne Stempel bei.

Auf dem ersten Camino (del Norte) hab ich selbst auf der örtlichen Polizeistation einen bekommen.

Die ersten zwei….

Die Kathedrale von Porto ist schon sehenswert und beeindruckend. Aber eben auch ein touristisches Highlight. Der Platz davor, voll mit Menschen, ich hab mich trotzdem in die Kathedrale gedrängt.

Und dann hat endlich der Nieselregen aufgehört, ich will Sonne.☀️

Immer wieder sind die Kirchen imposant, sowohl in der Bauweise, als auch in der üppigen Ausstattung.

Die alten Gassen der Altstadt sind oft verwunschen schön, an vielen Stellen abseits der Touristenwege jedoch auch mal verfallen.

Am Bahnhof Sao Bento war es sehr voll, keine Fahrgäste, sondern massenhaft Reisegruppen. Die Ausstattung des Bahnhofs mit den portugiesischen Fliesen ist echt sehenswert.

Aber auch die verschiedenen Markthallen haben Flair, hier brummt das Leben.

Weiter ging es auf die andere Flußseite.

Hier findest du ein Restaurant neben dem anderen, die alten Lagerhallen für den leckeren Portwein wurden in der Vergangenheit immer mehr umgebaut.

Wer kennt ihn nicht, den Sandeman!

Und auch so werden allerlei Köstlichkeiten transportiert. Die gute Frau muss doch Nackenschmerzen bekommen?

Beim Geocachen nebenbei hab ich den berühmten „Roger Rabbit“ kennengelernt, eine Skulptur aus Schrott und Müll.

Cool!

Und auch dieses Restaurant hätte ich ohne Geocaching nicht gefunden, bin erstmal vorbei gelaufen.

Natürlich gibt’s zur Belohnung für die ganze Rennerei dies hier.

Bin halt eine Naschkatze!

Ich sag ja immer: für Eis und Mon Cherie könnte ich töten!

🤣🤣🤣

Die alte Straßenbahn stand noch auf meiner Liste für heute.

Der erste Anlauf schlug fehl, ich hätte 45 Minuten anstehen müssen.

Aber am frühen Abend war’s es entspannt, ein herrliches Erlebnis, mit der antiken Straßenbahn zum Meer zu fahren.

Und nun schien die Sonne richtig, es wurde schwül warm. Bin doch wirklich im T-Shirt gelaufen, ich will mehr davon.

Die Wanderschuhe hatten heute gut zu tun.

Meine Apfel-Uhr sagt für heute 15 km und das nur durchs Sightseeing.

Da sind die morgigen 23 km nicht viel mehr. 🫣

Mein Fazit für Porto:

tolle Stadt, sehenswert und einfach nur schön!

Aber vom Verkehr total verstopft, es wird überall gebaut.

Kaum ein Foto ohne Bauzaun oder Kran.

Und von Touristen total überrannt. Es ist ja irgendwie Vorsaison. Oder ich habe den falschen Tag erwischt!🤔

Aber trotzdem ist Porto liebenswert.

Morgen geht’s endlich los. Von Matosinhos nach Vila do Conde, 23 km immer am Meer entlang. Ich freu mich, scharre mit den Hufen.

Es muss jetzt los gehen.

Um 08:00 Uhr Start, nix mit Ausschlafen.

Darum:

Bom Caminho

2300 km…

2300 km sind zu lang zum Laufen. Zumindest um schnell nach Porto zu kommen.

2300 km sind mindestens 100 Tage a 23 km. Soviel Zeit hab ich aber nicht.

Also sind Alternativen gefragt.

Am Sonntag ging’s über Berlin nach Hamburg mit der Deutschen Bahn. Es hat diesmal ganz gut geklappt, aber naja…..eigentlich wie immer.

Zumindest hier stimmt meine CO2 Bilanz.

Heute Morgen war ich mehr als rechtzeitig am Airport Hamburg. Und das war auch gut so.

Irgendwie sollte Lufthansa streiken, die Abfertigung gerammelt voll.

Und nun wurde es spannend.

Mein Gepäck ging nicht durch die Kontrolle, ich hatte mein Akkupack im Rucksack gelassen. Also wieder ausgepacken, ich hatte den Rucksack doch so schön mit Frischhaltefolie eingepackt.

Egal, bei der Personenkontrolle ging’s weiter. Ich hab da mal den „Helmut“ gemacht (Insider). Der Bodyscan zeigte immer Rot! Ich hab doch echt alles abgelegt. Der Sicherheitsman klarte mir an den Wanderschuhen rum.

Ende vom Lied:

Schuhe aus!

Ich war nicht der Einzige, mehrere hatten ein Problem mit dem Bodyscan, mussten sich „ entkleiden“.

Fliegt ja doch!

Danach wurde es aber entspannt. In Brüssel umsteigen, alles hat geklappt. Und der Rucksack 🎒 immer im Blick, er ist gechipt!😎

Bier bis zum Abwinken…

Die Belgier spinnen, Bier bis zum Abwinken. Na, wer Flugangst hat, konnte sich in Brüssel auf jeden Fall ruhig stellen.

Endlich ☀️

Unterwegs etwas Sonne,

nur dann in Porto,

17 Grad und Regen !

Den Regen habe ich nicht bestellt!

Ich wollte doch heute Abend bei der untergehenden Sonne am Hafen ein kühles Bier genießen.

Nix da, eine „Clara con limon“ ist es geworden, bei strömenden Regen! 😩🫣

Ponte Luiz

Aber es gibt Hoffnung, ab morgen Mittag soll es sonnig mit 21 Grad werden. Ich werd mich mal nicht beschweren. Perspektivisch soll es die nächsten Tage sonnig mit 21-24 Grad werden.

Da ich ja noch Touri bin, hab ich mich für 2 Tage in einer Pension eingemietet, direkt an der Altstadt. Echt cool!

Morgen ist erst mal Sightseeing angesagt.

Ponte Luiz, Seilbahn, Markthalle, etc…..

Auch muss ich in die Kathedrale von Porto, als Vorbereitung auf den Weg und zum Anzünden mehrerer Kerzen. Außerdem ins neue Pilgerbüro, um mir den Start-Stempel für den Pilgerausweis zu holen.

Und vielleicht suche ich noch 1-2-3 Caches.😎

Der Plan für morgen steht.

Bis dahin

Bom Caminho

Camino 6.0

Vorbereitung ist alles!

Am 13.04.2026 ist es endlich wieder so weit.

Es geht nach Porto, der Caminho português ruft.

Und ja, es ist der Sechste!

2014 Camino del Norte

2015 Caminho português central

2019 Via de la Plata, Camino Sanabres

2022 Caminho português central

2024 Ruta do Mar-Camino ingles

diesmal wieder Caminho português , aber do costa, also an der Küste entlang.

Ist das schon Sucht ?

Wenn’s nach Sandra geht , muss ich wohl mal einen Entzug machen! 🤣 🫣

Will ich das? 🤔😩

Aber ich bin ihr dankbar, das sie mich immer wieder loslaufen lässt!

Ich bin geübt im Vorbereiten solcher Touren, hab zwar eine eigene Packliste, weiß aber inzwischen genau, was ich brauche und was nicht.

Es gibt so viel Unnützes auf dem Weg. Über die Jahre hab ich für mich mein Limit gefunden. Ich brauche eben nur zwei T-Shirts, zwei Hosen, eine Jacke, ein paar Schuhe, usw. Minimalismus ist angesagt…..

Und außerdem ist Portugal keine Wüste, kein Urwald oder fernab jeglicher Zivilisation. Man bekommt alles, wenn man es braucht.

Und so komme ich dann auch auf 5,2 kg Gepäck beim ersten Wiegen. Na klar, mein Ziel ist es, unter 6 kg zu bleiben.

Und das hier passt alles in meinen 28 Liter Rucksack.

Minimalismus pur

Er ist nur zu 3/4 voll.

Einen Luxus leiste ich mir aber, mein iPad! Blog schreiben auf dem Handy ist nix für mich.

Ich kann sogar noch ein kleines Kopfkissen mitnehmen.

Zu allem kommt ja immer noch vor Ort der tägliche Proviant und Wasser dazu. Aber das passt!

Wenn Ich bedenke, 2014 bin ich mit 10 kg losgelaufen, sind jetzt 6 kg nichts dagegen.

Aber ich hab selbst schon mal diese 6 kg Gepäck verflucht.

Jeder Tag ist halt anders.

Die Streckenplanung ist abgeschlossen, 20 – 25 km am Tag, zweimal 30 km. Schauen wir mal. Das Fein-Tuning passiert eh täglich nach aktueller Lage und Wetter. Und da ich 4 Wochen Zeit habe, muss ich ja nicht hetzen.

Das Wetter ist noch so ein Punkt, zumindest an den ersten Tagen soll es trocken und mit etwa 20 Grad ganz angenehm sein. Aber Wetter ist wie es ist , nicht wirklich vorhersehbar. Ich nehm es, wie es kommt.

Und Schnee, wie 2019 auf der Via de la Plata ist nicht zu erwarten.

Der Start wird am 15.04.2026 in Matosinhos bei Porto sein.

Dann geht’s über Vila do Conde, Viana do Castelo, Caminha, nach Spanien über die Variante Vigo nach Redondela und Pontevedra, von dort auf den Camino Espiritual nach Padron und dann nach Santiago.

Dafür habe ich 13 Tage geplant. Vielleicht gibts einen Ruhetag, wenn’s passt.

Santiago de Compostela ist für viele Pilger das Ziel.

Mich werden meine ( hoffentlich dann nicht geschundenen) Füße noch bis zum Kap Finistere und nach Muxia bringen müssen!

Streckenplan

Ich will wieder ans Meer, meine Füße nochmal im Atlantik baden, am Ende der „alten Welt“. Das ist für mich der richtige Ort zum Abschluss nach ca. 420 km.

Ich glaub, es ist alles bereit.

Heute zum Ostersonntag gab es für mich noch den Reisesegen im Ostergottesdienst.

Auf den wollte ich auch nicht verzichten, ist mir persönlich sehr wichtig.

Reisesegen

Ich hab jetzt alles zusammen.

Am 12.04. geht’s mit der Deutschen Bahn nach Hamburg.

und am nächsten Tag mit dem Flieger( die CO2 Bilanz ist im Ar..) über Brüssel nach Porto.

Ich bin gespannt und auch schon ein wenig aufgeregt (aber nur ganz wenig 🤣)

Bis dahin ….