Wir leben am Meer, wir laufen am Meer, und natürlich schauen wir hier auch aufs Meer!
Mehr geht momentan nicht. Mehr wollen wir auch nicht!
Gut ausgeschlafen und um 09:00 Uhr gefrühstückt, ging’s gen Burela wieder auf die Piste.

Piste hört sich so negativ an, ist es aber nicht.
Die Ruta Cantabrica/ Ruta do Mar ist sehr gut ausgebaut,überwiegend mit Natursteinplatten ausgelegt. Und sie wird von den Einheimischen auch genutzt zum Joggen und spazieren gehen.
Aber zum wandern, Fehlanzeige !

Scheinbar sind wir die einzigen Wanderer, die letzten Pilger haben wir in Ribadeo gesehen.
Na klar, das ist hier kein Pilgerweg. Aber gar kein Wanderer?
Wir sind also fast allein, was für eine Ruhe.
Und das ist auch gut so!
Da können wir den Weg und das Meer genießen, uns einfach mal auf einen Stein setzen und einen Blick auf das Meer werfen.

Und bei einer steifen ablandigen Brise setze ich mein Basecap falsch rum auf, damit es nicht ins Meer geweht wird. Und es war nicht das erste Mal, das der Wind es mir vom Schädel gerupft hat.
Aber Sandra hat sich beschwert, das sieht total b…. aus.😱
Ich soll mir ein Benzel annähen!
Neeee, mach ich nicht!
Ich muss mich hier wohl doch zusammenreißen. Schade, ich wollte mich hier mal so richtig gehen lassen.😂😂
Also bei den nächsten Fotosessions wird erst das Basecap richtig rum gedreht. 😛
Bei 21 Grad gehts an der Praia Llas direkt am Wasser (Meer) entlang, traumhaft.
Ich bin neidisch auf Hardy, mit seinem T-Shirt und Weste.
Ich fange an zu schwitzen…..
Und was sagt er ?
Kannst dir ja in Santiago eine Weste kaufen. Da gibt’s auch einen Decathlon. Klar, mach ich, wenn wir durch sind.😂
Aber hier kennt mich keiner, wenn ich durchgeschwitzt bin und….
Wie war das noch mit gehen lassen ?
Auch hier muss jeder Wanderer auf alles gefasst sein.
Hunde, klar, das Problem kennt man, hatten wir aber noch nicht!
Ich bin letztens gefragt worden, ob es hier Bären gibt. Nein!
Und der iberische Wolf ? Der ist zu scheu !
Aber uns hat heute eine iberische KampfNatter aufgelauert. Ich hätte sie fast vor Schreck zertreten.

Ich hab jetzt nochmal recherchiert, es war bloß eine spanische Ringelnatter.
Weiter ging’s vorbei an den landestypischen Horreiros,

Malvenbüschen,

Und der Igrexia de San Xiao de Nois aus dem 11.Jahrhundert.

Schon in Sichtweite unser Ziel Burela.
Auch hier ist wieder „ nur ein Hotel“ zum erträgliche Preis zu bekommen , es gibt einfach nichts anderes, oder es ist geschlossen.🤔
Na ja, es gibt Schlimmeres!
Burela, ein kleines Städtchen mit Hafen, kleiner Werft, Fischerei und einer Menge Bildern.

Meer-Jungfrauen,

Fischweibern,

Und Pulpos im Gully.

Und vom Meer grüßt ein Leuchtfeuer.
Ach ja, und Resaurants, die erst 20:00 Uhr Essen anbieten.
Also kein Pulpo.
So gabs dan einen echten spanischen Hamburger mit Pommes!
Wenn du Hunger hast…..!
Morgen eine kurze Etappe, laut Reiseführer 14 km, nach San Cibrao.
Aber in Spanien kannst du dem nicht glauben,
heute sollten es 17 km sein, es waren dann doch 20 km.
Nur die Uhr zählt.

Der Muskelkater hält sich in Grenzen, die Füße sind gut drauf…
Deshalb jetzt wieder: Buen Camino
Tagesstrecke
20 km
Insgesamt
44 km


