Kurzstrecke….

Unser Kampf gegen Handys, Pitbull und Co.😂

Ich hab geschlafen wie ein Murmeltier,

Hardy lacht, ich bin wohl gestern Abend sofort eingeschlafen und habe gleich angefangen, zu schnarchen. Das kann gar nicht sein, hab ich noch nie gehört.

Aber ich bin ausgeschlafen!

Frühstück….

Heute ist unsere Tagestour wie WellnessUrlaub, 14 km bis San Cibrao. Das macht Sinn, da die darauffolgenden Etappe mindestens 25 km lang ist.

Dann sind unterwegs auch keine Unterkünfte und Möglichkeiten zur Einkehr, wenn wir heute weiter gelaufen wären.

Und das Wetter scheint schön zu werden….☀️☀️☀️

Also schlendern wir heute mal,

😎 entlang des Meeres, auf der anderen Seite begleitet uns die „Feve“ , eine Kleinspurbahn, die die Orte entlang der Küste miteinander verbindet.

Was etwas nervt, sind unsere Handys.

Mit mal klingelt mein Handy, Sandra, oje, Bitte keine Hiobsbotschaften?

Was war passiert?

Sandra sagt, ich hab sie angerufen!

Äh, ne, hab ich nicht!

Sie hatte nur irgendwelche schlurfenden Geräusche gehört. Da wollte wohl mein Handy „nach Hause telefonieren“, ich nicht !

Wir telefonieren erst heute Abend.

Gruseliger Weise hatte Hardy das gleiche Spiel mit einem Kollegen, vorgestern schon, heute wieder!

Die Spanier überwachen uns,

zwei deutsche Brüder laufen durch Nordspanien, das geht gar nicht!

😂😂😂

Aber davon lassen wir uns nicht erschüttern, wir gehen unseren Weg!

Der Weg ist gut ausgeschildert, wir müssen nur immer nach den Markierungen schauen.

Wenn man denn nur immer die Brille auf hat….🤔🤔🤔!

Unterwegs immer mal ein alter Waschplatz und ganz komische kleine Häuschen.

Ich mal gegoogelt, sind wohl Brunnen. Hab ich bisher aber so noch nicht gesehen.

Kurz vor San Cibrao, auf dem Weg stehen ein Pitbull und noch ein zotteliger großer Hund!😱😱😱

Hardy, hol meine Wanderstöcke aus dem Rucksack!!!!!

Aber eh er den einen Stock vom Rucksack ab hatte, hätten die beiden uns wohl schon aufgefressen, wenn sie gewollt hätten. Zu gut hatte ich die Wanderstöcke befestigt.

Na, ganz so schlimm war’s dann nicht. Jeder einen Wanderstock in der Hand, ließen sie uns ohne Kampf passieren.

Oha, das hatte ich schon anders!

Wir haben überlebt!😂

Aber die beiden haben uns so fertig gemacht, wir sind gleich mal falsch gelaufen, nicht abgebogen.

Soviel zur Brille, aber alle Wege führen nach San Cibrao.

San Cibrao empfängt uns ganz gruselig, mehrere alte Invest-Ruinen zeugen von schlimmen Zeiten.

Es geht durch die kleine Altstadt entlang eines Strandes zum Faro (Leuchtturm).

Und wieder eine tolle Aussicht auf den Atlantik, eben der ….

Blick aufs Meer !

Das wär nix für Sandra gewesen …

Aber das hier ist Wellness für die Seele….

Wir wollen raus aus dem Alltag, raus aus dem Wahnsinn und aus dem Druck, den wir uns alltäglich selbst machen.

Und es funktioniert,

was ist heute für ein Tag?

Donnerstag!

Ne, Freitag!

Nein , es ist schon Sonnabend!

Also, wir sind dann mal raus.

Und genau deshalb gibt es im Hafen eine Clara und einen Café americano!

😋😋😋

Heute haben wir mal ein Zimmer in einem Hostal mit Ausblick auf den Strand, wieder mit Blick aufs Meer.

Hier im Hostal gibt es einen Gemeinschaftsraum, wir haben eingekauft im Supermercado und gehen nicht essen.

Devise für heute Abend: Füße hoch und entspannen!

Und natürlich den Blog für euch treue Follower,(welche Follower?) schreiben.

Burela-San Cibrao

Morgen sind es mindestens 25 km bis Celeiro, ohne Versorgung und Unterkunft, es können auch 30 km werden, hier gibt es eine Alternativroute. Aber wir sind gut drauf, haben vorgesorgt, und freuen uns wieder auf einen sonnigen Tag.

Bis bald und… Buen Camino

Tagesstrecke

14 km

Insgesamt

58 km

Der Blick aufs Meer…

Wir leben am Meer, wir laufen am Meer, und natürlich schauen wir hier auch aufs Meer!

Mehr geht momentan nicht. Mehr wollen wir auch nicht!

Gut ausgeschlafen und um 09:00 Uhr gefrühstückt, ging’s gen Burela wieder auf die Piste.

Piste hört sich so negativ an, ist es aber nicht.

Die Ruta Cantabrica/ Ruta do Mar ist sehr gut ausgebaut,überwiegend mit Natursteinplatten ausgelegt. Und sie wird von den Einheimischen auch genutzt zum Joggen und spazieren gehen.

Aber zum wandern, Fehlanzeige !

Scheinbar sind wir die einzigen Wanderer, die letzten Pilger haben wir in Ribadeo gesehen.

Na klar, das ist hier kein Pilgerweg. Aber gar kein Wanderer?

Wir sind also fast allein, was für eine Ruhe.

Und das ist auch gut so!

Da können wir den Weg und das Meer genießen, uns einfach mal auf einen Stein setzen und einen Blick auf das Meer werfen.

Und bei einer steifen ablandigen Brise setze ich mein Basecap falsch rum auf, damit es nicht ins Meer geweht wird. Und es war nicht das erste Mal, das der Wind es mir vom Schädel gerupft hat.

Aber Sandra hat sich beschwert, das sieht total b…. aus.😱

Ich soll mir ein Benzel annähen!

Neeee, mach ich nicht!

Ich muss mich hier wohl doch zusammenreißen. Schade, ich wollte mich hier mal so richtig gehen lassen.😂😂

Also bei den nächsten Fotosessions wird erst das Basecap richtig rum gedreht. 😛

Bei 21 Grad gehts an der Praia Llas direkt am Wasser (Meer) entlang, traumhaft.

Ich bin neidisch auf Hardy, mit seinem T-Shirt und Weste.

Ich fange an zu schwitzen…..

Und was sagt er ?

Kannst dir ja in Santiago eine Weste kaufen. Da gibt’s auch einen Decathlon. Klar, mach ich, wenn wir durch sind.😂

Aber hier kennt mich keiner, wenn ich durchgeschwitzt bin und….

Wie war das noch mit gehen lassen ?

Auch hier muss jeder Wanderer auf alles gefasst sein.

Hunde, klar, das Problem kennt man, hatten wir aber noch nicht!

Ich bin letztens gefragt worden, ob es hier Bären gibt. Nein!

Und der iberische Wolf ? Der ist zu scheu !

Aber uns hat heute eine iberische KampfNatter aufgelauert. Ich hätte sie fast vor Schreck zertreten.

Gut getarnt auf Asphalt

Ich hab jetzt nochmal recherchiert, es war bloß eine spanische Ringelnatter.

Weiter ging’s vorbei an den landestypischen Horreiros,

Malvenbüschen,

Und der Igrexia de San Xiao de Nois aus dem 11.Jahrhundert.

Leider zu…

Schon in Sichtweite unser Ziel Burela.

Auch hier ist wieder „ nur ein Hotel“ zum erträgliche Preis zu bekommen , es gibt einfach nichts anderes, oder es ist geschlossen.🤔

Na ja, es gibt Schlimmeres!

Burela, ein kleines Städtchen mit Hafen, kleiner Werft, Fischerei und einer Menge Bildern.

Meer-Jungfrauen,

Fischweibern,

Und Pulpos im Gully.

Und vom Meer grüßt ein Leuchtfeuer.

Ach ja, und Resaurants, die erst 20:00 Uhr Essen anbieten.

Also kein Pulpo.

So gabs dan einen echten spanischen Hamburger mit Pommes!

Wenn du Hunger hast…..!

Morgen eine kurze Etappe, laut Reiseführer 14 km, nach San Cibrao.

Aber in Spanien kannst du dem nicht glauben,

heute sollten es 17 km sein, es waren dann doch 20 km.

Nur die Uhr zählt.

Die heutige Etappe…

Der Muskelkater hält sich in Grenzen, die Füße sind gut drauf…

Deshalb jetzt wieder: Buen Camino

Tagesstrecke

20 km

Insgesamt

44 km

Bevor die Flut kommt…

So was machen nur die „Brothers on tour“

Wieder stehen wir früh auf, das wird zur Gewohnheit. 06:00 Uhr ist Wecken, der Hotelbesitzer, der auch Taxi fährt, läd uns ein und bringt uns in finsterer Nacht zur Praia de catedrais.

Sind wir noch zu retten? Na klar, wir haben wieder einen Plan. 7:30 Uhr ist Ebbe und wir laufen am Strand durch die trockengefallenen Felsen, der aufgehenden Sonne ein Stück entgegen. Ein Traum und super Fotomotive.

Mystisch…

Ich glaub, die Bilder sagen alles. Einziger Wermutstropfen, es war nur 1,4 m Ebbe, wir konnten nicht alle Formationen ablaufen.

Trotzdem, dafür lohnt das frühe Aufstehen.

Unser heutiges Ziel, die kleine Küstenstadt Foz, etwa 17 km entfernt, als erste Etappe genau richtig. Die aufgehende Sonne im Rücken, ging es entlang der Klippen (natürlich oberhalb, die Flut kommt). Da wir noch kein Frühstück hatten, war die erste Bar auf dem Weg unser erster Stop.

Oje, die Bar ist verriegelt und verrammelt!

Drama! Es droht schon wieder eine akute „Entkoffeinierung“.

In etwa 2 km die nächste Bar, und die war auf. Um 09:00 Uhr frühstücken, ist doch eine gute Zeit. Ohne Dampf keine Leistung!

Tostarda mit Tomate und Olivenöl, dazu ein Café americano (oder zwei🤔), genau richtig und nicht zu viel.

Wir wollen laufen, nicht rollen. Die ältere Dame in der Bar hat uns gut versorgt. Ich liebe die einfachen Bars und Cafés auf den Wegen, authentisch!

Gut gestärkt und für jeden Spaß zu haben, ging’s weiter, bis……

Hardy dies entdeckte!

Ein Plastik-Stuhl, einbetoniert auf einem Felsen..

Da gab es kein Halten mehr, fix mal die Klippen runter zum Strand.😂

Es kann nur ein großer Schabernack werden.

Bester Platz in der ersten Reihe…

Das konnte Hardy gar nicht mit ansehen!

Was hat er denn vor, mich etwas vom Thron stoßen?

Natürlich durfte er als Erster auf dem Stuhl sitzen.

Wir hatten unseren Spaß, und werden garantiert noch weiter viel Spaß haben !

Es wird langsam warm, die Jacke kommt in den Rucksack,

Hardy übertreibt mal wieder und läuft schon kurzärmelig mit Weste!

Das Ziel vor Augen und gegen 12:00 die nächste Pause im Sinn.

So nah und doch so fern…

Gefühlt sind es nur 1000 Meter,

nein, es sind noch sage und schreibe 11 km. Warum das denn?

Foz liegt an einer kleinen fjordähnlichen Meeresbucht, und da müssen wir rum! Es gibt hier keine Fähre.

Und unsere Mittagspause fällt aus, die nächste Bar ist zu. Wahrscheinlich machen die alle erst zur Saison auf, hier ist alles mit Ferienhäusern bebaut, da lohnt es noch nicht!

O.k., also weiter, Tante Google sagt uns schon, wo es Mittagessen gibt.

Dafür geht’s jetzt durch Eukalyptus und Pinienwald, etwas Abwechslung zur Küste.

Und was hat er nun wieder vor? Ich weiß es nicht, der Hunger macht mein Brüderchen irre!

Dem kann vorgebeugt werden, ein Restaurant kommt in Sicht, endlich Mittag.

Eine leckere Tortilla und natürlich ein Cafe.

Überlegt hab ich ja, aber für eine Clara war’s noch zu früh!

So schaffen wir die letzten Kilometer und kommen gegen 15:00 Uhr an. Und Hardy merkt inzwischen seine Waden und Schienbeine.

Oha,Wir haben bis hier 24 km Weg auf der Uhr.

Hatte ich nicht was von 17 km gesagt? Na, ja,da hab ich mich wohl verlesen.

Nachdem wir unsere Ferienwohnung bezogen haben, wurde kurz Pause gemacht. Eine kleine Runde durch den Ort ging aber noch, quasi runterkommen, oder auch die Füße „auslaufen“.

Einmal zum Hafen und zum Strand…..

Na, der wird doch wohl nicht? 😱😱

Ne, ist zu kalt!

Dann doch lieber zum Supermarket, und fürs Abendbrot einkaufen.

Da wir heute eine Küche haben,gibt es Baguette, Chorizos, Oliven und Käse.

Und der Kleine (Hardy) hat sich zur Belohnung eine Tüte Gummibärchen gegönnt!

Wir können nicht jeden Abend im Restaurant schlemmen, wir müssen erstmal Kilometer machen!

Wie ihr seht, wir waren fleißig, insgesamt also 28 km.

Darum ist morgen Ausschlafen angesagt! 😎

Buen Camino

Tagesstrecke

24 km

Insgesamt

24 km