Der Plan…

Bisher war der Plan, einen bestimmten Camino zu laufen und schlussendlich in Santiago vor der Kathedrale anzukommen.

In Santiago anzukommen ist auch diesmal wieder geplant !

Aber der Plan ist diesmal ein anderer, wir weichen ab vom Normal, gehen einen anderen Weg.

Dienstag geht’s nun von Hamburg mit dem Flieger, über Madrid nach Santiago de Compostela .

Dadurch ist unsere CO2 – Bilanz erstmal total im Ar…!

Aber da wir dann nur noch zu Fuß unterwegs sind, egalisiert sich das.

Mittwoch morgen bringt uns ein Reisebus in 3 Stunden nach Ribadeo an die Nordspanische Küste. Hier startet unserer Weg zurück nach Santiago.

Nein, nicht auf dem Camino del Norte , den bin ich 2014 gelaufen.

Diesmal wird alles anders. Nein nicht alles, aber der Weg.

Wir laufen die Ruta do Mar, wie der Name sagt, den Weg am Meer.

Viele Wege nach Santiago…

Unsere belgischen Pilgerfreunde Jean und Malou sind den Weg schon gelaufen, waren begeistert von der Landschaft am Meer.

Was mich besonders reizt, ist die Ruhe. Dieser Weg wird definitiv nicht überlaufen sein mit Pilgern. Ich liebe die Ruhe.

2022 hatten wir teilweise soviel Pilger auf dem Camino Portugeas, das wir oft überlegt haben, später loszulaufen. Das ist dann ja Stress, Massen an Leute und ständig Angst oder Druck, hetzen zu müssen, um am Abend eine Unterkunft zu bekommen.

Pilgern ist was anderes!

Das ist auch der Grund, warum ich den Camino Frances ( der Klassische) nicht laufen mag und werde.

Auf der Ruta do Mar gibt es also keine Pilgerherbergen, wir werden Pensionen, kleine Hotels und private Zimmer nutzen. Das sollte aber kein Problem werden.

Die Ruta ist zudem ein anerkannter Wanderweg und zum großen Teil ausgeschildert/markiert. Und die Spanier sind immer auf Gäste vorbereitet und leben davon.

Wir haben etwa 297 km vor uns, je nach Variante, brauchen wir 10-12 Tage bis Ferrol.

Ferrol ist dann der Startpunkt für den 2.Teil unseres Weges nach Santiago. Von hier laufen wir wieder auf einem PilgerWeg, dem Camino Ingles, dem englischen Weg. Ein ruhiger, nicht überlaufener Weg.

129 Km bis Santiago, mit den klassischen Pilgerherbergen und Pensionen. Hier braucht es dann 6-8 Tage bis zum Ziel.

Wir haben 28 Tage zur freien Verfügung, ich liebe es, eine Puffer an Zeit zu haben. Da können wir auch mal einen Ruhetag einlegen, die Beine und die Seele baumeln lassen. Und vielleicht müssen auch Wunden pflegen. (Bin schon gespannt auf die Blasen an meinen Füßen)😱😎 Aber das ist dann selbstgewähltes Leid! Ich weiß, auf was ich mich einlasse.

Da muss ich dann durch!

Der Plan hat noch einen 3. Teil als Option,

und das ist der Weg nach Muxia und Finisterre.

Wenn’s passt, gibt’s den Camino Finistere also noch obendrauf .

Dann wären es insgesamt stattliche 550 km .

Ich bin gespannt, wie es wird, ob mein „genialer“ Plan aufgeht, egal …

Es kann wieder eine tolle Zeit werden,

Werden ne Menge Spaß haben.

Wir machen das Beste draus!

Deshalb

Buen Camino

Der Weg….🥾

Ab Dienstag gibt’s dann weitere Fotos ….

Bei Instagram unter: @caphardy und @windfluechter2018

Ansonsten im jeweiligen WhatsApp Status …..

„ Brothers on tour 2024“

Das Pilgern zur Sucht werden kann…

Inzwischen war ich seit 2014 viermal auf Caminos unterwegs, jedesmal eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen mag.

2014 – Camino del norte

2015 – Camino Portugeas mit meiner Frau

2019 – Via de la Plata

2022 – Camino Portugeas mit meinem Bruder (Brothers on tour)

Ich hab jedesmal coole Leute, komische, extravagante, auch seltsame Leute kennengelernt und eine Menge liebe Freunde gewonnen.

Ösis, Ausis, Holländer, Belgier, Deutsche, Spanier, Südamerikaner, eine bunte Truppe ist auf Pilgerwegen unterwegs.

Und ja, Pilgern kann zur Sucht werden,

Eigentlich wollte ich erst zum 60. Geb. wieder los, aber noch ein Jahr warten?

Geht doch gar nicht…..

(Das sah Sandra ganz anders!) 😉

Und mein Bruder Hardy war ganz wild drauf, wieder mit mir loszulaufen.

Die Idee war also geboren, es gibt ein „Brothers on tour 2024“.

Es gibt viele Wege,

und ich hatte schon einen Plan, ein etwas anderer „Camino“, nicht der klassische Camino, aber er endet klassisch in Santiago de Compostela.

Als geübter Pilger weiß ich, was alles dazugehört, Vorbereitung ist alles.

Flüge nach Spanien im Februar buchen, Ausrüstung zusammensuchen und optimieren und die Pilgerpässe bestellen. Alles wie gehabt, inzwischen kein Hexenwerk mehr für mich.

Ja, die Spannung, auch die Anspannung steigt von Woche zur Woche. Jetzt sind es noch sechs Tage bis zum Abflug nach Spanien.

Der Rucksack ist final gepackt, ein 28 Liter- Rucksack, insgesamt 6,7 kg .

Und das Packen wurde gleich mal zum Battle zwischen mir und Hardy, wer hat die wenigsten Kilo auf dem Rücken.

1:0 für meinen Bruder! 6,0 kg.

28 Liter 6,7 kg

Ich bin stolz, inzwischen mit so wenig Ausrüstung auszukommen. Weniger geht kaum ! Wenn ich mir nicht den „Luxus“ iPad zum Blog-Schreiben gönnen würde, wäre ich auf 5,7 kg gekommen.

2014 hatte ich noch knapp 10 kg auf dem Rücken.

Und manchmal zählt jedes Kilo weniger, wenn’s heiß wird, die Spanische Sonne unbarmherzig brennt,eine Etappe besonders lang ist, oder man mal einen schlechten Tag hat….

Nicht zu vergessen, zusätzlich haben wir jeder noch Wasser und Verpflegung mit.

Also, Ich glaube, wir sind gut gerüstet für unseren Weg,

Darum ein erstes

Buen Camino