Zieleinlauf…

Alles hat ein Ende

So auch unser Weg durch Nordspanien.

Nach 23 Tagesetappen und 2 Ruhetagen kommen wir heute nach Muxia.

Es hat heute Nacht nochmals geregnet. Nun klart das Wetter auf, leichte Nebelschwaden ziehen über die Felder. Die Wettervorhersage lässt uns hoffen. Mit 7 Grad ist es etwas frisch, aber wir sind bereit fürs Finale. Gestern Abend wurde es in Lires noch richtig voll. Es kamen immer noch Pilger.

Dem entsprechend war heute Morgen das Café zum Frühstück gut gefüllt.

Es werden immer mehr, die Pilgersaison scheint durchzustarten.

Ein schöner Abschnitt des Weges von Fisterra nach Muxia liegt vor uns, viel Waldwege und kleine Dörfer, und mit 16 km Strecke gut geeignet um „abzutrainieren“, oder auslaufen….

Aus Lires raus geht es an Steinmauern vorbei und über den Rio do Castro dann immer gemütlich bergauf.

Aber der Hanomag bleibt stehen, wir laufen heute ohne Shortcuts, Hilfsmittel und Cafés gnadenlos ohne Kompromisse zum Ziel.😂🤪

Uns kommen immer wieder Pilger entgegen, die nach Fisterra wollen. Ganze Gruppen mit leichtem Gepäck, sogar Radfahrer brettern in Affentempo an uns vorbei ins Tal.

Was hier auffällt, es stehen jetzt immer zwei Steine, einer zeigt nach Fisterra, der andere gegenüber, nach Muxia.

Du musst also nur wissen, wo du hin willst!

Und siehe da, auf halber Strecke gibt es doch eine kleine Bar, wir gönnen uns im Stehen einen Cafe americano. Vor zwei Jahren gab es hier noch nichts. Die Pilger freut es natürlich.

Ab und zu stehen wieder Kreuze am Wegesrand.

Und der Paparazzi Hardy hat den Auftrag, alles zu dokumentieren.

Den Auftrag hat er die ganzen Tage über gut erfüllt.

Ich muss ihn jetzt auch mal loben, sonst kommt er nicht mehr mit auf Pilgerschaft. 😎

Immer wieder erinnern wir uns, da kommt jetzt das, dort stehen die Windräder, da geht’s lang. Soviel hat sich in 2 Jahren nicht verändert.

Und das Meer ist auch noch da, es ist heute recht ruhig.

Zum Baden aber doch zu frisch.

So geht es vielleicht noch 2 km an der Küste entlang.

Nach 4,5 Stunden und einem unspektakulären, aber schönen Weg von 16 km, sind wir dann am Ziel.

Das kleine Städtchen Muxia.

Es ist also geschafft, und irgendwie ist dann tatsächlich auch die Luft raus.

Wir sitzen am Leuchtturm, machen Fotos und Hardy den Tages-Reel, es gibt ein kleines Reste-Essen.

Ab morgen brauchen wir ja keine Wegzehrung. Ab morgen sind wir auf Heimreise.😩

Ein wenig wehmütig bin ich schon, was hatten wir viel Spaß.

An der Kirche de la Virgen de la Barca, die vorne am Kap steht, ist es ungewöhnlich voll. Wir sind rechtzeitig angekommen, die Kirche ist geöffnet, der Sonntägliche Gottesdienst zu Ende.

Was ein Glück, ich bin jetzt das 3. Mal hier, endlich kann ich mal reinschauen.

Nach dem Brand vor ungefähr 15 Jahren oder mehr, ist sie wieder aufgebaut, schön restauriert. Der verbrannte Altar ist aber nur noch als großflächiges Wandbild zu sehen.

Immer wieder schön, das Fensterbild im Westgiebel der Kirche.

Zum Abschluss der Reise haben wir uns ein Zimmer mit Hafenblick gegönnt.

Wir relaxen den Rest des Tages, bereiten die Abreise morgen früh vor. Wann und wo fährt der Bus nach Fisterra und dann nach Santiago ab.

Es geht unweigerlich zurück nach Hause. 😉

Abendstimmung
Lires – Muxia. 16 km

Alles hat ein Ende, trotzdem:

Buen Camino

Tagesstrecke

16 km

Insgesamt

473 km

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Ein Kommentar zu „Zieleinlauf…

  1. Vielen Dank, Tom & Hardy, für die wunderschönen Geschichten, Fotos und Videos.

    Unsere Erinnerungen an die Ruta do Mar und den Camino Inglés kamen jeden Tag zurück!

    Viele Grüße aus Belgien.

    Jean & Malou

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