Kein Café, keine Clara, auf und ab..

07:00 Uhr ist Wecken angesagt, alles sortieren, verpacken und einen Kaffee aus dem Automaten,😩.

Es geht also früh los, wir haben mindestens 25 km vor uns. Heute am Sonntag sind wir so früh die einzigen Leute auf der Straße. Jetzt laufen nur Wanderer los.
Und kein Café auf der Strecke.
Denkste, nach 3 km, in der Pampa, an einer großen Kreuzung, ein Café! Der Morgen ist gerettet.
Weiter geht’s durch ein riesiges Gewerbegebiet mit einem AluminiumWerk (Dreckschleuder) und einer großen Industriellen Fischzucht, zur Praia Lago.

Baguette, Chirozos, Käse, Oliven, was gibt’s besseres…
Café americano!
Nein, natürlich brauchen wir auch was Handfestes im Magen. Also Frühstück ist schon wichtig. Es wird heute anstrengend.
Immer weiter, an der Praia Morás, etwas ganz Kurioses. Hier befand sich mal eine Fabrik für Polygone, für den Küstenschutz. Als die Firma dichtgemacht hat, standen hier noch hunderte fertige Polygone rum, unwirklich, wie vom anderen Stern.
Wurden nicht gebraucht und stehen überall in der Landschaft.

Und nun ging’s los, die Sonne kommt raus, und ich lauf im T-Shirt. Es wird warm. Und das Gelände tut sein übriges, es wird schwitzig, rauf den Berg, runter den Berg, klar, damit es dann wieder rauf geht. Wir sind in den Bergen am Meer.

Natürlich haben wir wieder die Aussichten genossen, einen Kilometer nach dem Anderen abgespult. Und fotografiert, was interessant aussah.
Hier gleich mal ein gelungenes Beispiel.

Es war echt schweißtreibend, aber gut zu laufen. Und wir hatten unsere nächste Pause vor Augen. Portocelo, ganz kleines Nest, mit kleiner Praia.
Man sieht das Ziel vor Augen, und es ist doch noch fern. 12:30 Uhr hatten wir es geschafft, und die Hälfte der Strecke geschafft, 15 km. Und knapp nochmal soviel Km vor uns ! 🤔😩
Egal, erstmal Schuhe und Socken aus, abdampfen lassen.
Hardy hat seine Füße gleich gebadet, waren etwas heiß gelaufen.😂😂
Und hier wurden gleich mal die Hosenbeine gekürzt, abgezippt!

Eine halbe Stunde Pause tat uns gut. Erholung muss sein.
Nochmal 15 km, das sind dann mal eben mindestens 4 Stunden weiter laufen. Heute wird’s spät !
Und wir sind durch das Bergauf/ Bergab im Mittel langsamer.
Das Zauberwort heißt „Shortcut“!
Was ist das denn? Ganz einfach:
Abkürzung
Überall sind Faros (Leuchttürme), ich muss nicht jeden kennen,
sehen eh irgendwann alle gleich aus.😱
Wenn dann aus 3 km 1,5 km werden, nehm ich das hier mal mit.
2 mal habe ich mich dann noch gefragt, warum ich 500 m runterlaufen soll, um dann etwas weiter 500 m wieder hoch zu laufen.
Also „Shortcut“! 😎

Aber es war nicht viel Ersparniss, 2 km vielleicht. Die letzten 2 km können sich ganz schön hinziehen, elend lang werden.
Da kann man schon mal durchdrehen, oder war’s die Sonne?

Er dreht am Rad, ich hab’s noch nicht verstanden! 😂
Trotz der Anstrengung, wir haben Spaß.
Nur hier musste ich ihn stoppen, er hätte fast diesen kleinen Hórreo mitnehmen wollen, Nix da, bleibt hier!

Nach 25 km dann der Lichtblick : das Ziel am Horizont! Die berühmt berüchtigten 2 km.

Vor dem heutigen Ziel, welch Wunder, ein Café auf dem Weg.
Egal, 1,8 km vor dem Ziel, Pause , Clara con lemon und Café americano. Das hatten wir uns echt verdient. Aber sowas von verdient!
Vorbei an einem schönen Strand,

Das Hotel erreichten wir mit „Müh und Not“, um 16:45 Uhr.
Nein, so schlimm war’s nicht, aber wir waren richtig k.o.
Einchecken, Füße hoch, Duschen.
Und, oje, Hardy hat die erste Blase am kleinen Zeh.
Also muss der Sanitäter morgen ran, hat alles mit, Skalpell, Handschuhe, Desinfektion!😂😂😂
Resümee des Tages:
27 km sind genug für uns,“Shortcuts“ ein legitimes Mittel, solange es kein PilgerWeg ist, und die letzten 2 km, sind die längsten!

Morgen geht’s nach O Vivero, es werden etwa 25 km.
Wetteraussicht: Regen und Wind
Wir sind gespannt…..🤔🤔🤔
Tagesstrecke
27 km
Insgesamt
85 km


