Dois irmãos na chuva ….

Ponte de Lima- Rubiaes

Dois irmãos na chuva – zwei Brüder im Regen. Der erste Blick aus dem Fenster, Grau in Grau, ein paar Tropfen, aber warm. Die Bäcker hatten um 07:45 Uhr noch geschlossen, aber unterwegs gibt es heute eine Bar zum Frühstück. Frohen Mutes und noch trocken bei 14 Grad, ging es über die Brücke über den Rio Lima.

Der Poncho bereit zum Einsatz, der Regen ließ noch auf sich warten. Gut so. Wenn er kommt, dann kommt er, wenn nicht, um so besser! Wir machten schon unsere Späße.

Nach dem Frühstück in der ersten Bar am Wegesrand, kam er, der Regen.

Noch trocken…

Unter der nächsten Brücke dann Poncho- Anprobe! Krass, ich sah aus wie ein Außerirdischer, Hardy nicht viel besser. Hab ich gelacht, aber was soll’s! Ich sag ja immer, mich kennt hier keiner. Funktional muss es sein, nicht schick !

Lacht nur…..😂😂😂😂

Nun wurde es richtig nass, richtig! Es hatte sich ordentlich eingeregnet. Man kann nun mal nicht nur bei Sonnenschein laufen, Regen gehört dazu. Das hier ist lächerlich, ich erinnere mich an die Via de la Plata, da hatten wir Schnee/Schneeregen und Frost. Heute konnten wir immer noch Späße drüber machen, es war nicht langweilig. Die Landschaft ist hier absolut reizvoll und Wald- und Wiesenwege laufen sich einfach am besten, schonen Fuß und Knie.

Inzwischen kroch die Feuchtigkeit in die Klamotten, man schwitzt schon ganz schön unter den Ponchos. Sie halten zwar den Regen ab, aber die Hosenbeine und Schuhe werden trotzdem nass. Da war dann die nächste Bar am Rande des Weges, der beste Platz zum Pause machen bei Regen. Hier hab ich doch schon 2015 mit Sandra gesessen! Der tolle Café americano muntert uns auf. Café gut, alles gut!

Er grinst… Super!

Nun mussten wir uns entscheiden, der Anstieg des Tages stand uns bevor. Originalvariante oder Schlechtwettervariante? Original geht es zum Cruz de franceses, auf einem steinigen Geröllweg und auf der anderen Seite genauso wieder runter, schon bei trockenem Wetter eine Tortur.

Ich bin den Weg 2015 mit Sandra gegangen, muss ich nicht unbedingt nochmal haben. Und beweisen muss ich mir nichts mehr. Also die Schlechtwettervariante, 800 m länger, auf Asphalt. Und das hat zwischenzeitlich geschüttet wie aus Kannen. Unsere Wahl wohl doch die Richtige!

Wolken, Wolken, Regen, Regen….

Zwischendurch im Regen, O-Ton Hardy: wann sind wir endlich da, ich muss mal, ich will nicht mehr, ich setz mich jetzt hier hin und warte bis der Berg weg ist ! …….Äh? Grinst mich an und lacht! Wir lassen uns doch die gute Laune nicht vom Regen vermiesen!

Inzwischen kam das Ziel in Sicht, 21 km laut Navi lagen hinter uns. Die Herberge ist top, Doppelzimmer mit Bad und Klimaanlage. Ideal zum Sachen trocknen. Sind doch sehr durchnässt, selbst die Schuhe komplett nass. Es ist also ordentlich was von oben gekommen. Die Hospitalera Sonja hat die T-Shirts und Jacken gewaschen, getrocknet und uns im Korb vor die Tür gestellt. Nun müssen nur noch die Schuhe bis morgen trocknen. Auf dem Weg zum Abendbrot ins Restaurant des Ortes endlich wieder Sonne am Himmel! Was wollen wir mehr. Ein Schnack mit unseren Mitpilgern bei Bier,Wein und Cola in der Sonne, Auswertung des Regentages! Und ja, unsere Wegwahl war eine gute Wahl!

Morgen nun der letzte Tag in Portugal, es geht nach Valenca, an die Grenze zu Spanien, eine kurze Etappe mit 15 km. Und die Wettervorhersage verspricht Sonne!

😎😎😎😎

Fazit des Tages: Regen kann uns nun aber mal gar nicht den Tag verderben. Wir haben trotzdem Spaß!

Bom Caminho

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