Durch Feld und Wald…..

Rates – Barcelinhos

Was für eine Nacht.

Das Zimmer war mit 9 Pilgern belegt und recht kühl. Hatte uns deshalb gleich mal Decken besorgt. Ich bin halt ein Warmduscher! Und ich hatte schon so eine Vorahnung. Es kam dann, wie es kommen musste, Licht aus und das Gesäge ging los. Aber ich weiß ja jedesmal, worauf ich mich einlasse. Um 05.00 Uhr morgens war die Nacht vorbei, der Wald gefällt. Eine halbe Stunde später standen die ersten Pilger auf. Wo wollen die so früh schon hin? Es ist dunkel! Was für eine Nacht!

Mit 8 Grad war es schon frisch, der Wind aber weg und der Himmel leicht bewölkt. Ein frisches warmes Brötchen, belegt mit Käse und Schinken, und der obligatorische Café americano, in der Bäckerei am Ort, brachten uns auf Trab. Es lief sich gut über Feldwege und durch Wälder, nur kleine Örtchen unterwegs. Und eigentlich sind wir wieder zu schnell, was sich aber mit den Kilometern gibt.

Nur 209 km ?

Aber es gibt wohl genug verzweifelte Pilger, das sie ihre Schuhe am Rastplatz zurücklassen. Wir jedenfalls sind nicht verzweifelt, es ist ja erst der zweite Tag des Caminos.😎

🤔🤔🤔🤔

Im Dorf Real gab es den Unterwegs- Café, ein paar Pilger vor uns hatten die gleiche Idee. Man sieht sich halt immer wieder auf dem Weg. Gut gestärkt ging es in kleinen Serpentinen den Berg hinauf zur Kirche Sta. da Franqueira. Es ist zwar ein Umweg, ca. 800m, aber wir wurden mit einem tollen Ausblick belohnt. Dafür nehmen wir gerne die „Strapazen“ des steilen Aufstiegs auf uns!😁

Der Atlantik nicht weit weg….
So sieht Zufriedenheit aus….

Von hier oben waren es nur noch knapp 4 km bis zum heutigen Ziel Barcelinhos. Wer jetzt glaub, bergab ist ein Klacks, weit gefehlt. Viel Geröll und Steinplatten pflasterten den Weg.

Das Ziel vor Augen, dann eins der schönen Erlebnisse, die man auf einem Camino so erlebt. Ein dicker Mercedes hält neben uns an, ein älterer Herr spricht mit uns: woher, wohin, und reicht uns 4 frische Orangen. Er hatte wohl gerade gepflückt, eine große mit Orangen gefüllte Tüte auf dem Beifahrersitz. Herrlich, hatten wir doch schon mit der Orangen in den Gärten geliebäugelt.😱 Dann noch ein Bom Camino und weg war er.

Ich hatte uns in Barcelinhos die Albuerga de Amigos de Montana ausgesucht , kannte ich von 2015, eine tolle Herberge.

Mit Kletterwänden…

Hell, sauber, geräumig, was will man mehr? Und 8€ für eine Nacht sehr billig. Hier hab ich dann auch die erste Orange „geschlachtet“ und genüsslich verspeist. 😋😋😋

Barcelinhos/ Barcelos ist überschaubar, hat eine sehenswerte kleine Burg, Cafés, Bars, Supermercados, alles was das Pilgerherz begehrt.

Hier konnte mein“ kleiner“ Bruder 😂Hardy endlich Flipflops käuflich erwerben, das Einzige, was er Zuhause vergaß einzupacken. Ein bisschen Sightseeing, Abendessen und Fotos machen, und schon ist es Zeit diesen Blog zu schreiben, ich weiß ja, das ihr „sehnsüchtig“ auf neue Schlagzeilen und PaparazziFotos vom Caminho Portugeas wartet.😎

Blick auf Barcelos…
Pilgermuschel als Weihwasserbecken…

Heute stehen nun weitere 19 Km auf dem Pilgerkonto, morgen gehts zur berühmten Casa Fernanda, das wird ein Spaß.

Für heute euch allen ein Bom Caminho

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