Muscheln, Muscheln, Muscheln…..

Nach einer sehr kurzen Nacht saßen wir schon um 7:15 beim Frühstück, um uns für den heutigen Aufstieg nach Alberguaria zu stärken.

Heute sollte es nochmal ein warmer Tag werden, es standen 20 Km mit steilem Anstieg auf 1170 m auf dem Plan. Erstmal ging es sachte bergauf, entlang eines Baches durch zwei kleine Dörfer ohne eine richtige Möglichkeit zur Rast, nach 3 Km steil bergauf! Es wurde eine schweißtreibenden Angelegenheit. Eine tolle Aussicht, welche ich nur in den kurzen Verschnaufpausen genießen konnte, links der Berg, rechts der Abhang, sehr steil bergab.Ich glaub, für Sandra wärs an einigen Stellen brenzlig geworden!😊

Oben angekommen war ich ganz schön aus der Puste, Freund Garmin sagte aber auch 4,8 Km/h im Durchschnitt an, eigentlich ein Affentempo hier hoch! Aber man ist froh, den Aufstieg so schnell es geht, hinter sich zu haben.

Und es wartete ja eine tolle Pause in Alberguaria auf uns, die Muschelbar von Don Luis. Absoluter Kult! Für mich die geilste Bar auf dem Camino. Tausende beschriftete Jacobsmuscheln an den Wänden und Decken der Bar!Ja, auch von mir hängt jetzt eine Muschel hier !

Es gab Café americano und Clara con lemon und ein „Osterei“.

„Das haben wir uns verdient-verdient haben wir uns das!“

Noch ein Foto hier, eins da, eins mit Don Luis e.t.c.. Ein toller Ort zum Verweilen. Die Herberge dazu ist ja leider geschlossen, und zwar solange, bis eine behindertengerechte Toilette eingebaut ist! Und das kann dauern, der verdient wahrscheinlich garnicht soviel Geld für den Umbau!Aber auch wir mussten irgendwann weiter, die nächsten 8 Km bewältigen. Es kam ein großes Holzkreuz vor dem Abstieg nach Vilar de Barrio, es lud nochmal zum kurzen Innehalten ein!

Mal gemütlich, mal steil, ging es abwärts,im Tal schon unser heutiges Ziel, Vilar de Barrio, in Sicht. Ein Dorf, etwas moderner als die letzten Bergdörfer, mit einer tollen Herberge.Modern, sauber, geräumig, also top!

Und sie wird wieder voll.

Es sind durch die spanischen Osterferien einige einheimische Pilger mehr als sonst unterwegs. Und ab Ourense wird’s dann wohl noch voller, dann sind es nur noch 100 Km bis Santiago. Das ist ja die magische Grenze für die Urkunde, oft laufen Pilger (viele Spanier) nur diese Distanz. Für morgen und Dienstag in Ourense haben wir private Unterkünfte gebucht, preisgünstig ist nicht ganz einfach, hat aber noch geklappt!

Wir genießen die spanische Sonne und 24 Grad, morgen haben wir die nächste kurze Etappe bis Xunqueira( wie das ausgesprochen wird, 🤷‍♂️?).

Beim Abendessen gesellten sich in der Bar ein Ami und eine Deutsche aus Wiesbaden zu uns, wir kamen natürlich ins Gespräch.

Und nun kommt der Lacher des Abends:

Die Deutsche, Gabriele, erzählte, da sind die drei Musketiere auf dem Camino unterwegs! 😂😂

Wolfgang lacht laut los!

Er hat vor ein paar Tagen in einem Gästebuch einer Bar geschrieben: Die drei Musketiere Anton, Tom und Wolfgang auf dem Weg nach Santiago!

Oje, jetzt haben wir schon einen Spitznamen und alle Welt weiß, wir kommen!

Bin ja mal gespannt, was das für ein Empfang in Santiago wird!😂😂😂😂😂😂😂😂😂

Was haben wir gelacht! Also, wir haben definitiv Spaß!

Buen Camino

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