Feuchtgebiete…….

Der letzte Abend war schon recht feuchtfröhlich, gemeinsames Essen mit Pilgern hat was. In der Nacht hat es ununterbrochen geregnet, das hieß nichts Gutes.

Beim Frühstück sagten die Einheimischen, „it’s many water on the walk“, das konnte uns jedoch nicht davon abhalten, den „Camino Real“ zu laufen. Und es sollte sich rausstellen, das dies die richtige Entscheidung war!

Keiner wollte wieder 8 Km Asphalt laufen!

Die Berggipfel verschwanden immer wieder in den tiefhängenden Wolken, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, die Temperaturen ganz angenehm. Anfangs lief es sich sehr gut, aber heute erwartete uns wieder ein Pass an der Grenze zu Galizien, auf 1335 m ü.N. Also ein anstrengender Aufstieg.Bald wurde es feucht, feuchter, und dann richtig feucht! Der Weg hatte sich zeitweise in einen reißenden Bach verwandelt.

„It’s many water on the walk“! 😜

Ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten echt unsern Spaß. Jetzt mussten die Schuhe ihren ersten richtigen Test bestehen. Was für ein „geiler Weg“, du musstest wirklich jeden Schritt überlegen, welchen Stein nimmst du, auf welchem Stein stürzt du ins Wasser.

Es gibt ja unter Pilgern die Diskussion, braucht man Stöcke, oder nicht! Wenn ich meine heute nicht gehabt hätte, wäre ich garantiert einmal rücklings im Wasser gelandet!

Also, ich werde auf meine Stöcke nicht verzichten!

Das hat hier wirklich sehr viel Spaß gemacht, war natürlich auch anstrengend, und wir kamen nur langsam vorwärts, aber am Pass waren wir schon sehr zufrieden mit der Entscheidung, diesen Weg zu gehen!

Und die Schuhe haben durchgehalten, sind nur ganz leicht feucht geworden.

Und hier muss ich jetzt mal erwähnen, das ich froh bin, das wir zu dritt laufen, legst du dich in dem Gelände hin und kommst nicht mehr hoch, bist vielleicht noch der Letzte, hast du ein ernstes Problem! Kannst du nicht mehr die Guardia Civil anrufen, wird’s eng! Ich bin ganz froh, Wolfgang und Anton dabei zu haben, jeder passt auf jeden auf.

Wir sind also wieder ein ganzes Stück dem Ziel näher, und endlich in Galizien. Nach einer kurzen Pause am höchsten Punkt des Tages, begann der Abstieg in Richtung A Gudiña auf angenehmen geschotterten Wegen mit etwas weniger Wasser und ansteigenden Temperaturen.

Die Suche nach einem Platz zur mittäglichen Einkehr fanden wir in Vilavella, völlig unscheinbar, eine niedliche kleine Bar. Diese sind mir die Liebsten, hier bekommst du die besten Bocadillos und Tostardas. Und nach und nach trafen alle Pilger der letzten Nacht hier ein. Was für ein Spaß, die Wirtin hat’s gefreut.

Nach einer guten Stärkung waren sie dann wieder da! Unsere Freunde!Im Abstand von 2 Metern zog eine Kuhherde an uns vorbei durchs Dorf! 😂😂😂War das ein Gaudi.

Nun änderte sich die Landschaft in Richtung A Gudiña, Heide mit Felsen, wie in Irland, die Felder mit Steinmauern abgegrenzt. Ein entspanntes Laufen.Im nächsten Dorf, O Pereira, sah’s wieder düster aus, die Kirche war renoviert, aber natürlich verschlossen, viele Gebäude aber eingefallen. Hier hab ich mir mal ein kleines Wochenendhaus ausgesucht!😂😂😂Nun gut, es ist sicherlich Einiges zu tun, um nicht zu sagen: Alles!

Nein, nein, das ist selbst mir zu weit vom Schuss!

Bis jetzt war es von oben trocken, aber der Himmel vor uns sah nicht gut aus. Und 1 Km vorm Ziel hat es uns dann ordentlich erwischt, es fing an zu schütten, so schnell konnten wir den Poncho garnicht überwerfen!

Na, ja, es gibt Schlimmeres, nasse Sachen kann man trocknen. Hat uns nichts mehr ausgemacht, sind ja bisher immer gut durchgekommen!😀😀

Die heutige Herberge ist etwas in die Jahre gekommen, aber o.k., und sie ist mit 16 Pilgern gut besucht! Und wir müssen nicht auf Matratzen im Flur schlafen.😂😂

Fazit des Tages : toller Weg, es hat richtig Spaß gemacht, bitte mehr davon!

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