Frostig….

Ja, ich habe die Nacht überlebt!

Die Nacht war kalt, der Hospitalero hat noch extra Decken für die Pilger auf den Matratzen ausgegeben, ich hab das Zwiebelprinzip angewendet und, ja, ich hab überlebt! 😂😂😂😂

Was haben wir noch in unseren Schlafsäcken gelacht, sie würden uns morgens wohl aufrecht in die Ecke stellen können! Also es war doch halb so wild. Ich hab mich nachts dann irgendwann Stück für Stück ausgepellt, und gut war’s.

Morgens bei Null Grad war alles gefroren (ich meine natürlich draußen), aber es sah toll aus. Wir haben uns erstmal entschieden, 7 Km zu laufen, um richtig warm zu werden, und dann zu frühstücken.Und immer wieder trafen wir unsere Pilger der letzten Herberge, keiner wollte im Frost draußen pausieren. Und es kam, wie es kommen musste, wir trafen uns alle in der gleichen Bar zum Frühstück. 😉

Die heutigen 25 Km versprachen recht abwechslungsreich zu werden, dicht bewachsene Waldwege am Fluss entlang, kleine Dörfer, und Berge, die noch Schnee hatten.

Die Dörfer wieder teils sehr zerfallen, uralte Gebäude, Anton als Hobbyfotograf konnte garnicht die Kamera aus der Hand nehmen, soviel Motive sah er.An einigen Stellen war’s wieder recht gruselig.

In Otero de Sanabria war ein Höllenrelief an der Eingangstür der Kirche zu sehen, was uns aber nicht abschrecken konnte, hier eine Pause einzulegen. Und da wir drei nach Santiago pilgern, kann uns ja nichts passieren!Highlight der heutigen Etappe war Puebla de Sanabria, eine kleine Stadt mit großer Burg über dem Rio Tera, welcher uns ja seit Tagen begleitet. Die Häuser schick hergerichtet, Läden und Restaurants, Hotels und Pensionen, für uns war es aber noch zu früh zum Unterkunft suchen. Wir hatten ja noch 12 Km bis zum heutigen Ziel. Aber Mittagessen wollten wir, und fanden eine Panaderia mitten in der sehr belebten kleinen Altstadt, mit Allem, was das Pilgerherz liebt und braucht.

Gut gestärkt ging es an die letzten 12 Km, es wurden jetzt feuchte, moddrige Wege, die Schneeschmelze lässt grüßen! Erstaunlicher Weise war es auf 1000 m.ü.N. mit 20 Grad angenehm warm, wir konnten kurzärmlich laufen. Inzwischen hatten wir immer wieder mal die ach so „geliebte“ Autobahn neben uns, konnten aber oft abbiegen. Letzte Rast vor Requejo war eine uralte Jacobskirche am Ortsrand von Terroso, ein wirklich idyllisches Plätzchen mit dem dazugehörenden Jacobskreuz. Ja, Jacobus wacht überall über uns und hat jetzt wohl auch ein Erbarmen mit meinen Blasen.

In Requejo angekommen, haben wir die Albergue muncipal heute links liegen lassen, sah echt nicht gut aus. Heute gibt es eine Pilgerherberge mit Bettwäsche, ordentlichen Duschen, Waschmaschine (es wird alles durchgewaschen!) und es ist viel Platz!

Und scheinbar waren wir heute die „Schnellpilger“!😜😜😜

Wir waren hier die Ersten! Und das bei nur 4 Km/h Durchschnitt und 3 Pausen!

Und alle Pilger von gestern kamen auch in diese Herberge, da könnt Ihr euch ja vorstellen, was wir jetzt für ein Spaß haben.

Ich glaub, das wird noch lustig heute Abend!

Darum

Buen Camino

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