Immer gerade aus……an der Autobahn!😩😩😩

Nachbetrachtung zur gestrigen Herberge:

Der Abend wurde lang, zum Camino-Wolfgang und mir gesellten sich noch Anton aus Tirol ( ach ne, aus Australien mit Ösi-Pass) und Caminoküken-Paul aus München. Die Herbergsmutter hat echt tolles Essen für uns gekocht und genug Vino Tinto auf den Tisch gestellt.

Morgens reichlich Frühstück mit Kaffee und wirklich frisch gepresstem O-Saft, und zum Abschied Küsschen links, Küsschen rechts und ein wirklich herzliches Buen Camino.

Also, alles halb so schlimm, die Frau hat’s echt gut gemacht! 👍👍

Ein wenig mulmiges Gefühl hatte ich heute schon, bei mindestens 27 Km und meiner großen Blase am linken Ballen (ja, ist ja gut, mich nervt es auch), aber ich hatte ja ganz früher mal eine kleine Sanitäterausbildung. Den Blasen hab ich jetzt aber mal die Harke gezeigt, eher das Pflasterband!😜Ist das nicht professionell? Jetzt muss das nur noch 7 Stunden halten.

Heute morgen also zu viert auf die Piste, Camino- Küken Paul in wahnsinnigem Tempo los! Ich hab gleich zu mir gesagt, 2.Tag und das Tempo, der wird heute noch geerdet. Ich sollte Recht behalten.

Die ersten 10 Km ging es immer stur gerade aus, entlang der Autobahn. Das nervt dann schon irgendwie, und landschaftlich gab es nichts Interessantes, nicht mal Kühe!😜

Einen großen Knast gab es in der Pampa, da hätten wir uns auch einen Stempel abholen können.Wer spät kommt, soll, unbestätigten Meldungen zu Folge, auch kostenlos eine Übernachtung bekommen.😂😂😂

Nach 13 Km, die erste Pause, Camino-Küken Paul war als Erster da, gab es den lang ersehnten Café Americano und ein Bocadillo. Und Paul, der sah nicht mehr so glücklich aus und stöhnte schon etwas.

Der zweite Teil der heutigen Etappe wurde dann sehr schön, es ging weg von der Autobahn, wurde hügliger.

Und wer saß am Wegesrand, unser Paul!

Fette Blase am linken Innenspann, das sah schon schmerzhaft aus, kurz besprochen, aber er sagte: Alles gut! Na ja, da haben wir uns schon Gedanken gemacht! Hier passt schon Jeder auf Jeden auf.

Zur nächsten Pause am Wegesrand war von Paul immer noch nichts zu sehen! 🤔🤔

Die Temperatur stieg endlich mal etwas an, die Sonne zeigte sich! Haben wir Glück!

Aber der Wind war doch zwischendurch frisch!

Die Wege wurden etwas schlammig, der Regen der letzten Nächte hat sie aufgeweicht! Solange der Lehm nicht an den Schuhen kleben bleibt, und du „Elefantenfüße“ bekommst, ist das halb so wild. Hier haben sich unsere hochgeschlossenen Wanderschuhe erstmals bezahlt gemacht!Die letzten 5 Km ging es an Weinfeldern vorbei, bergab nach Villanueva de Campeàn, immer wieder zurückschauend, unser Paul war nicht zu sehen. Ganz ehrlich, jetzt haben wir uns Sorgen gemacht!

Am Ortseingang ein verfallenes Kloster, es ging hinein in einen wirklich überschaubares Dorf. Die Herberge eher rustikal, aber annehmbar. Und die Bar (hier überlebenswichtig, nur hier gibt’s Abendessen und Frühstück)50 Schritte entfernt!

Und dann ein Hallo, Tommy aus USA, der aber Ire ist, und Ausi-Anton waren schon da, und eine Stunde später kam Caminoküken Paul an! Wir waren erleichtert!

Und er war definitiv geerdet! Der lässt es morgen garantiert langsam angehen.

Auf dem Camino sieht man sich meist immer irgendwo wieder, spätestens in Santiago!

Und Paul gab ganz freiwillig seine Telefonnummer raus, damit wir unterwegs Kontakt halten können, wenn Hilfe nötig ist!

Übrigens, mein Fuß hat gehalten!

Das macht Hoffnung für morgen, überschaubare 19 Km bis Zamora.

Deshalb,

Buen Camino

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