Die Römer sind wieder überall…

Nachdem ich doch etwas mehr mit meinen Blasen zu tun hatte, ging es heute wieder zurück zum Camino, 6 km durch schöne Korkeichenwälder, durch eine Finca, die schon sehr nobel war, natürlich mit Kühen und Stieren bis zum Horizont. Alle Achtung!Frühstück hatte ich in Caparra, am Triumphbogen aus Neros Zeiten, eingeplant.

Eine Ausgrabungsstätte einer römischen Siedlung. Hochinteressant, aber ich konnte hier schon nicht mehr wirklich genießen, es scheuerte schon mächtig. Und ehrlich gesagt, wusste ich nicht, was ich falsch mache! Und von hier waren es noch mindestens 19 km.

Zwischendurch liefen komische Tiere über eine Weide?

Oha, Cerdo iberico, das iberische schwarze Schwein, lecker! Gibt einen schönen Schinken.

Ja, ich bekenne mich, ich esse Fleisch 🥩 !Aber auch die konnten meine Stimmung nicht mehr bessern, ich halte schon einiges aus, jetzt wurde es langsam unerträglich, und mein „Freund Garmin“(den hab ich am Ende der Etappe gehasst) sagte immer noch 10 km an!

So langsam kamen Wut und Verzweiflung auf, als dann das Dorf mit der Herberge in Sicht kam und immer noch 4 km auf dem Garmin standen, war niemand mehr mein Freund.

Niemand!!!!!

Ich hätte den Rucksack 🎒 über die Brücke schmeißen können!

Ich hab dann echt die Zähne zusammengebissen, bin förmlich in die Herberge gekrochen, das Mütterchen auf der Bank sagte noch Buen Camino, ja, sie hat’s doch gut gemeint! Die Schadensbegutachtung war desaströs, Blasen an Stellen, die nichts Gutes verheißen! War das das Ende und die Fahrkarte nach Hause?

So konnte ich nicht weiterlaufen! Der Anruf zu Hause war bitter nötig, Sandra beruhigte! Also Ursachenforschung!

Ich werde garantiert keine Blasenfotos zeigen, ich hab alle aufgemacht, eine halbe Flasche Desinfektion verbraucht, in der Hoffnung, das sich nichts infiziert.

Die Wanderstöcke hab ich auseinander gebaut und in den Rucksack gesteckt, vielleicht laufe ich dadurch anders als sonst.

Sandra erinnerte mich an den „Portugeas“, da lief ich auf einem Fuß mit Meindl-Wandersocke und auf dem Anderen mit einer Nullachtfünfzehn-Altagssocke! Das hat damals geholfen.

Aber ob ich morgen laufen kann ist mehr als fraglich, ich glaub’s nicht!

Abschließend Danke an Sandra für die aufbauenden Worte ! Danke,Danke, Danke !

Für heute hoffentlich Buen camino

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